Einführung in die Hohlraumortung

Ob ehemalige Bergbaustollen, alte Schutzanlagen oder Grabkammern in Tempeln, Kirchen oder Pyramiden, bei der Suche nach Hohlräumen verwischt die Grenze zwischen Schatzsuche und Archäologie. Entdecken Sie die Faszination Schatzsuche unter besonderen Aspekten: Die Hohlraumortung geht über das Finden von prunktvollen Schätzen und Artefakten hinaus: Bei der Hohlraumsuche steht die Entdeckung unterirdischer Gewölbe, Tunnel oder Bunker im Fokus, die meist ebenfalls überwältigende Schätze und ungeahnte Werte bergen.

Hohlraumortung – Suche nach Schätzen der Menschheit

Es gibt tausende Artefakte und Wertgegenstände, die sich in unterirdischen Hohlräumen befinden und auf ihre Entdeckung warten. Was genau können Schatzsucher finden und wo befinden sich besonders interessante Hohlräume?

  • Höhlen:

    Natürlich geformte oder von Menschen erbaute Hohlräume in Felsen oder in der Erde bieten hervorragende Verstecke für religiöse Schreine mit wertvollen Artefakten oder für Beute von Dieben und Postkutschenräubern.


  • Tunnel und Gänge:

    Von Menschen gebaute Verbindungsgänge dienen beispielsweise als Zugang zu besonderen Räumen oder als geheimer Fluchttunnel. Mit ihrer Entdeckung lässt sich ein Stück Geschichte von Gebäudenkomplexen rekonstruieren.


  • Bunker:

    Die Schutzräume aus Beton, die als militärische Basis oder als Teil von Verteidigungslinien dienten, sind insbesondere aus Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkrieges von Interesse.


  • Gewölbe:

    Alte Gebäudestrukturen, die beispielsweise als Wohnräume, Weinkeller, Lagerräume oder Werkstätten dienten, bergen oft zurückgelassene Artefakte. Diese können durchaus wertvolle Schätze sein und lassen Rückschlüsse auf die Art des Gebäudes zu.


  • Schatzkammern:

    Ob in Burgen und Schlössern oder innerhalb der Mauern von Gotteshäusern, Staatsschätze und Kirchenschätze wurden und werden besonders sorgfältig bewacht in Schatzkammern sicher aufbewahrt.


  • Grabkammern:

    Ob in Pyramiden oder Tempeln, die Grabstätten von Königen, Würdenträgern und Herrschern bergen wertvolle Schätze und Artefakte.


  • Krypten:

    In den Gewölben unter Kirchen werden Reliquien für Zeremonien aufbewahrt. Außerdem dienen Krypten auch als Grabstätten von Würdenträgern.

  • Katakomben:

    In den unterirdischen Anlagen wurden bereits in vorchristlicher Zeit Verstorbene beigesetzt. Aufgrund des zunehmenden Platzmangels wurde die alte Tradition in einigen großen Städten, zum Beispiel in Jerusalem, wiederentdeckt.


  • Sarkophage:

    Große, prunkvolle Särge und Sarkophage aus Stein oder Metall entdeckt man in Grabkammern in Krypten, Tempeln und Pyramiden. Sie dienen als letzte Ruhestätte für hochgestellte Persönlichkeiten, die meist zusammen mit Wertgegenständen und Reichtümern bestattet wurden.


  • Schatztruhen:

    Auch Schatzkisten sind im gewissen Sinn Hohlräume, in denen Schatzsucher Wertvolles finden können. Bei der Untersuchung von Schatztruhen mit OKM Detektoren sollten Anwender bedenken, dass Kisten aus Eisen bestehen oder Eisenteile enthalten können, die die Messergebnisse beeinflussen.


  • Galerien:

    Anhand bestimmter Merkmale – ob mit Arkaden versehen, um einen Innenhof führend oder lang gestreckt mehrere Räume verbindend – lassen Galerien und Gänge auf den entdeckten Gebäudetyp schließen. Handelt es sich um eine Kirche, ein Schloss oder vielleicht ein Theater?Damit lassen sich weitere Rückschlüsse auf weitere interessante Räumlichkeiten wie Grab- und Schatzkammern ziehen.


  • Bergwerke und Stollengänge:

    Ebenso wie natürliche Höhlen eignen sich auch verlassene Bergwerke und Minen als ideale Verstecke von Reichtümern.


  • Geisterstädte:

    In verlassenen Orten, sogenannten Geisterstädten, lassen sich zahlreiche Artefakte und Hinweise auf die Vergangenheit finden, insbesondere dann, wenn die Stadt spontan verlassen wurde. Finden Sie die Schätze, bevor die Natur sich die Landschaft zurückholt!


Reichtümer der Alten Welt versteckt in Schatzkammern

In Schatzkammern wurden und werden noch immer Staatsschätze großer Herrschaftshäuser wie die Reichtümer der Wettiner oder die Kronjuwelen der britischen Monarchie aufbewahrt. Auch die Reichtümer der Kirche wurden in Gewölben und Krypten unter Kapellen, Kirchen und Kathedralen sowie in Domschatzkammern versteckt.

Der Kölner Dom, das Grüne Gewölbe in Dresden, Domschatzkammern in Deutschland, Liechtenstein und Italien sowie der Tower of London sind nur einige der zahlreichen Schatzkammern in Mittel- und Westeuropa. Außerhalb Mitteleuropas locken die Schätze im Topkapi-Palast in Istanbul und im Moskauer Kreml faszinierte Besucher an. Viele der Reichtümer gehören inzwischen zum Weltkulturerbe und sind teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich.

Zahlreiche verborgene Schatzkammern warten noch darauf entdeckt zu werden. Im Laufe der Jahrhunderte wurden Reichtümer in unterirdischen Gewölben versteckt – zum Schutz vor Plünderern versiegelt oder durch Naturereignisse begraben – und gerieten allmählich in Vergessenheit. Auf den Spuren von sagenhaften Mythen und zielführenden Hinweisen folgen Schatzsucher dieser Faszination mit dem Ziel, den größten Fund ihres Lebens zu machen.

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Downtown aus einem anderen Blickwinkel: Unterirdische Städte erzählen Geschichten

Um neuen Wohnraum zu schaffen und die städtische Infrastruktur stetig zu verbessern, werden Versorgungsleitungen, U-Bahn-Tunnel und unterirdische Parkhäuser errichtet. Nicht selten stoßen Bauunternehmen bei Baugrundgutachten insbesondere in Stadtzentren auf alte Grundmauern und Gewölbe, die für Archäologen von großem Interesse sind. Mit passender Ortungstechnologie wie Bodenscannern und Hohlraumdetektoren können diese alten Tunnel, Gewölbe, Brunnen, Zisternen und Aquädukte schon vor Tiefbauarbeiten entdeckt und lokalisiert werden.

Die wiederentdeckten Städte vergangener Jahrhunderte wurden im Laufe der Zeit überbaut – manche Gewölbe wurden weiter genutzt und blieben intakt, andere gerieten irgendwann in Vergessenheit. Oft sind die Grundmauern, Gebäudereste und Galerien gut erhalten und bewahren Artefakte und Schätze, die auf ihre Wiederentdeckung warten.

Wunder der Antike: Unterirdisches Rom (Italien)

Viele Treppen führen tief unter die italienische Hauptstadt in unterirdische Gänge, Tunnel, Kirchen und Schächte, die sich bereits seit 2500 Jahren unter der Metropole befinden.

Geheimnisvolle Gänge: Die Katakomben von Paris (Frankreich)

Seit dem Mittelalter wurde in den geheimnisvollen Gängen Kalkstein abgebaut. Die mehrere Kilometer langen Stollen liegen weit unterhalb der Kanalisation. Am Ende der Tunnel befinden sich Knochen von sechs Millionen Menschen.
Nicht nur die Katakomben von Paris und Rom sind unterirdische „Städte“ der besonderen Art. In Jerusalem wird die uralte Tradition wiederbelebt: Auch heute entstehen noch immer neue unterirdische jüdische Friedhöfe.

Komplexe Verbindung von hasmonäischem Zeitalter und Moderne: Die Tunnel unter Jerusalem (Israel)

Unter der beeindruckenden Klagemauer befinden sich Tunnel, die ca. 448 m an der Klagemauer entlang führen. Die komplexen unterirdischen Tunnel wurden zum ersten Mal von britischen Archäologen im 19. Jahrhundert entdeckt. Die tatsächlichen Ausgrabungen wurden erst 100 Jahre später vom Ministerium der Religionen durchgeführt.

Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg: Die Unterwelt von Berlin (Deutschland)

Unter dem weltbekannten oberirdischen Berlin existiert auch eine unterirdische Stadt: Die „Unterwelt“ birgt eine beeindruckende Schutzanlage aus dem Zweiten Weltkrieg. Die zahlreichen Korridore und Räume der Bunkeranlage gleichem einen Labyrinth. Außerdem befindet sich unter der Erde das Berliner Abwassersystem, das zu den ältesten, besten und größten Europas gehört.

Tiefer Brunnen: Das unterirdische Labyrinth von Derinkuyu (Türkei)

In der türkischen Region Kappadokien befinden sich unterirdische Städte, die zum Teil aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. stammen. Derinkuyu ist die größte und wurde vermutlich von den Hethitern erbaut. Das mehrstöckige Labyrinth aus Belüftungsschächten, Brunnen und einem Weinkeller diente 20.000 Menschen als Wohnraum und Zufluchtsort.

Römische und griechische Wurzeln: Historische Straßen unter Neapel (Italien)

In ca. 40 m unter der Erde befindet sich eine alte Stadt unter der „neuen“ Stadt, die an ihre griechischen und römischen Wurzeln erinnert. Die unterirdischen Strukturen offenbaren gepflasterter Straßen, Reste eines Aquädukts, Ladenfronten und ein römisches Theater.

Sagenumwobene Unterwelt: South Bridge Gewölbe in Edinburgh (Schottland)

Nicht so antik wie die römischen Gemäuer oder so alt wie die Pariser Katakomben, aber dennoch spannend und faszinierend sind die verwirrenden Gänge unter der South Bridge in Edinburgh. Die Kammern in den Brückenbögen dienten im 18. Jahrhundert als Lager und Werkstätten, teilweise als Wohnraum, wurden aber Mitte des 19. Jahrhunderts verschlossen und gerieten in Vergessenheit. Erst 1989 wurden die Kammern voller historischer Artefakte wiederentdeckt.

Geisterstadt am Fuße des Vulkans: Plymouth (Karibik)

Anders als die vorangegangenen Städte wurde Plymouth, Hauptstadt des Britischen Überseegebietes Montserrat (Kleine Antillen), von einer Naturgewalt heimgesucht: Der Vulkan Soufrière Hills brach im Zeitraum von 1995 bis 1997 mehrfach aus und begrub die Gebäude unter 1,5 m hohen Aschemassen.

Die Kriegsschiff-Phantominsel: Hashima (Japan)

Mit 160 m Breite und 480 m Länge ragt die ehrfurchtsvolle Insel aus Beton aus dem Ostchinesischen Meer. Ab Ende des 19. Jahrhunderts bis weit ins 20. Jahrhundert hinein lockte der Kohleabbau zehntausende Arbeiter in die Stadt, die zum Schutz vor Wellen von meterhohen Schutzwänden umgeben ist. Heute ist Hashima ein Industriedenkmal.

Welche unterirdischen Bunker, Tunnel, Schatzkammern, Gewölbe oder Geisterstädte möchten Sie entdecken?

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